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Kirchen

Iglesia Parroquial de San Juan Bautista - Iglesia de San cristobal - Capilla de la Virgen de los Desamparados

PFARRKIRCHE DES HL. JOHANNES DE TÄUFERS

Die Pfarrkirche des Hl. Johannes des Täufers ist ein großartiges Bauwerk des klassischen valencianischen Barocks. Der Grundstein wurde am 14. April 1736 gelegt und dreißig Jahre später wurde die Kirche geweiht. Die Baupläne wurden vom Architekten José Herrero entworfen, die Arbeiten von den Baumeistern V. Carbó und F. Garrafulla, sowie später von Juan Barceló ausgeführt, der sie fertigstellte. Der Bau wurde von der Gemeinde Alcalá selbst finanziert.

Der Grundriss der Pfarrkirche hat die Form eines lateinischen Kreuzes, das Haupt- und die Seitenschiffe sind in vier Abschnitte unterteilt, zwischen den Strebepfeilern befinden sich Seitenkapellen, die Decke besteht aus einem Tonnengewölbe und einer schlanken Kuppel über Fußkreis und Hängezwickeln über der Vierung sowie uppeln über den Seitenschiffen. Am Fußende öffnet sich die Eucharistiekapelle, über einem Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes.

In der Mitte der Fassade befindet die Haupttür, in der Art eines barocken Retabels mit ornamentalen Abschlüssen, gekrönt von Fackeln und einem monumentalen Bildnis des Erzengels Michael (1986 erneuert). Entsprechend der Anzahl der Schiffe hat die Kirche drei Eingänge, die Seiteneingänge sind von toskanischen Halbsäulen flankiert und die Mitteltür von übereinandergesetzten freistehenden Säulen auf Sockeln. Über der Tür befindet sich eine umrandete Nische, deren Pfeilerwerk weitergeführt ist um eine ovale Öffnung einzufassen. Zwischen den seitlichen Säulen öffnen sich weitere Nischen.

Die Kirche enthält viele Dekorationselemente im Muschelstil, verteilt über Fenster und Rosetten in Bögen und Gewölbeelementen. Die malerische Ausschmückung hat sich großzügig der Apostel angenommen, auf den Pfeilern des Mittelschiffs sowie an allen Hängezwickeln ­insgesamt vierzig- und dem Gewölbe am Eingang zur Eucharistiekapelle. Der Raum hinter dem Altar wurde kürzlich renoviert und mit einem herrlichen Gemälde der Köpfung des Hl. Johannes ausgestattet, ein Werk des Künstlers Vicent Traver Calzada, der uns in einer wohl durchdachten Thematik unsere Zeit vor Augen führt. Das Bild stellt die Geschichte des Hl. Johannes in aktueller Kleidung dar.

Rechts von der monumentalen Fassade der Kirche erhebt sich der Glockenturm, "der höchste des Königreichs Valencia", sein Bau wurde am 15. August 1784 begonnen und am 14. Juni 1803 beendet. Er zeigt deutlich die Hand des Architekten Juan Barceló, die Fertigstellung nach dessen Tod übernahm Blas Teruel.

Das Bauwerk, ganz aus behauenen Quadersteinen, erhebt sich über den Platz zu seinen Füßen, womit ein städtebaulicher Rahmen geschaffen wird, ein monumentaler Rahmen, der als visueller Angelpunkt wirkt und die Perspektive des gesamten historischen Stadtkerns bestimmt. Der in seiner ganzen Höhe achteckige Turm, besitzt als Gestaltungselemente Strebepfeiler an den Seiten und horizontale Leisten; Der Turmfuß besteht aus drei Stufen und einer erhöhten Zugangstür mit einem Bildnis der Hl. Barbara. Der Zugang zu den Glocken erfolgt über eine Wendeltreppe, über eine weitere sind die ganz oben gelegenen Räume zu erreichen. Die Glockenstube besitzt nach allen Seiten hohe rundbogenförmige Öffnungen. Durch schlanke Pfeiler gestreckt erhebt sich der oberste Teil des Glockenturmes. Den Abschluss bildet eine achteckige glatte Kuppel mit einer großen Kugel auf der Spitze, die dem Bildnis des Hl. Johannes des Täufers als Fuß dient. Die heutige Statue wurde als Ersatz einer älteren am 26. Oktober 1901 von dem Seiltänzer José Puertollano an ihren Platz gestellt.


KIRCHE DES HL. CHRISTOPHERUS

An ihrem derzeitigen Standort befand sich vorzeiten ein Wachturm, der die heutigen Strände Carregador, Romana und Fuentes beherrschte. Dieser Turm war im Zentrum der Ansiedlung Alcossebre errichtet worden und vermutlich stand er dort bis 1610, dann verfiel er nach und nach, bis 1785 schließlich nur noch ein paar Reste der Seitenwände übrig waren.

Ende des 18. Jh. wurde an der Stelle eine dem Hl. Christopherus geweihte Wallfahrtskirche erbaut, die vermutlich erst in moderner Zeit abgerissen wurde, um die heutige Kirche zu bauen. Sie steht in der Calle San José.


KAPELLE DER MUTTERGOTTES DER SCHUTZLOSEN

Diese Kapelle befindet sich in der gleichnamigen Straße an der Ecke zur Calle Alcalde Puig. In einem ersten Bauabschnitt wurde sie 1705 aus Mörtelmauerwerk errichtet, mit einer Flachbogentür, über der sich eine Aussparung befindet und darüber ein einfacher Fries und eine Glocke. Der Grundriss ist einschiffig, in vier Abschnitte unterteilt, der erste davon ist überkuppelt, der übrige Teil befindet sich unter einem Tonnengewölbe. Der Teil der Sakristei hat ein Flachdach. Der zweite Bauabschnitt wurde 1863 ausgeführt.