Die Burg Xivert liegt auf der Höhe des Gebirges und dominiert die Ebene und das Meer. Der Gipfel, auf dem heute die Burg steht, war schon seit wenigstens dem 8./9. Jahrhundert v. Chr., bis Anfang des 17. Jh., menschlicher Siedlungsort. Im Laufe dieser zweitausend Jahre, während derer der Ort auch zeitweise verlassen war, wechselten die Nutzungsformen ganz erheblich in Abhängigkeit von der geschichtlichen Entwicklung. D. h. Gestaltung, Funktion und Eigenschaften der Ansiedlung waren je nach historischem Zeitpunkt verschieden.
Erhalten sind zwei deutlich unterschiedlich Teile: Der arabische und der christliche. Der Erste umfasst den von der äußeren Mauer umschlossenen Bereich, ein Bauwerk aus dem 10. - 11. Jh., an dem besonders einige große mit Lehm verputzte und mit Brüstungen zwischen Schießscharte und Schießscharte versehene Mauerflächen hervorhebenswert sind, und dessen Eingang das Albácar-Tor war. Im Inneren sind gute Beispiele der moslemischen Wohnarchitektur erhalten. Sehr interessant ist die arabische Inschrift an der S-W Mauer: "Zur Wiederbegegnung mit Gott". Ganz oben erhebt sich eine Festung der Tempelritter, die einst über eine eigene Kapelle, weitläufige Räumlichkeiten, Ställe etc. sowie verschiedene Festungstürme verfügte. Besonders bemerkenswert ist die Südseite mit ihren runden Türmen und der Mauer aus behauenen Quadersteinen und ebenso die Zisterne zur Versorgung der Festung mit Wasser, unter einem Flachgewölbe.